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Ein Schuh für Schäuble

Ich glaube es hackt: ARD und ZDF planen kommerzielle Online-Videothek

Freitag, 29. April 2011 von Benjamin

Ich zahle Gebühren für meinen Laptop obwohl es meine Lieblingssendungen nicht in anständiger Qualität und einem anständigen Format und teilweise nur zu bestimmten Zeiten zum schauen gibt.

Und das einzige was ich sagen kann ist:

Ich glaube es hackt

http://www.heise.de/newsticker/meldung/ARD-und-ZDF-planen-kommerzielle-Online-Videothek-1234761.html

ARD und ZDF planen unter dem Arbeitstitel „Germany’s Gold“ eine kommerzielle Online-Videothek, die im kommenden Jahr starten soll. Dies berichtet die Financial Times Deutschland (FTD) unter Berufung auf den ZDF-Intendanten Markus Schächter. Entstehen soll ein zentrales deutsches Programmarchiv im Netz, über das laut Schächter Nutzer gegen Gebühr oder werbefinanziert „Qualitätsinhalte aus 60 Jahren deutscher Fernsehgeschichte“ abrufen können sollen. „Es geht um die Perspektive, großes Geld im Video-on-Demand-Bereich zu verdienen“, wird der ZDF-Intendat von der FTD zitiert.

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Staatsfernsehn

Dienstag, 29. Juni 2010 von Moritz

Bestimmt man wirklich mit der Fernbedienung das Programm? Ist das, was ich da sehe, eine unabhängige Berichtserstattung? Pressefreiheit?

NEIN!

Tatsächlich muss man unter den 77 Fernsehratsmitgliedern lange suchen, bis man welche findet, die nicht einer der etablierten Parteien angehören oder wenigstens nahestehen.

Immer tiefer verstricken sich die PolitikerInnen in die öffentlich Rechtlichen und verlieren dadurch weiter ihre Unabhängigkeit. Politiker raus aus den Gremien.

Einen Artikel zum Thema findet ihr auf Telepolis.

Die Politik und das ZDF

Dienstag, 24. November 2009 von Moritz

Vor ein paar Tagen bereits hat Spiegel.de einen Artikel von Markus Brauck über die Einflußnahme Roland Kochs auf die anstehende (Wieder-)Wahl des Chefredakteurs vom ZDF gebracht. Der jetzige Chefredakteur soll nach dem Willen von Roland Koch nämlich nicht wiedergewählt werden, da ihm dieser unliebsam und unbequem ist. Nun haben sich in der letzten Woche 35 renommierte Staatsrechtler einen Aufruf an den Verwaltungsrat gerichtet, da sie einen Verstoß gegen das Grundgesetz sehen:

In dem Text, der dem SPIEGEL vorliegt, und den die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ abdruckt, wählen die Juristen deutliche Worte:“Es handelt sich um den offenkundigen Versuch, einen unabhängigen Journalisten zu verdrängen und den Einfluss der Parteipolitik zu stärken“, schreiben sie. „Es geht schlicht darum, wer das Sagen, wer die Macht hat beim ZDF.“

Die Verfassungsjuristen – unter ihnen bekannte Professoren wie Hans Herbert von Arnim, Hans-Peter Schneider, Joachim Wieland, Dieter Dörr und Dieter Birk – wenden sich in ihrem Text direkt an die Mitglieder im Verwaltungsrat des ZDF, der am kommenden Freitag über die Vertragsverlängerung von Nikolaus Brender abstimmen wird: „Wir appellieren dringend an die Vernunft und die Sachkompetenz aller Vertreter im Verwaltungsrat. Beteiligen Sie sich nicht an der beabsichtigten staatlichen Einflussnahme auf die Wahl des Chefredakteurs.“

Die Rundfunkfreiheit „ist eine wichtige Säule unseres demokratischen Staatswesens“, heißt es in dem Text. „An dieser Säule wird gerade gesägt, und zwar von einigen Mitgliedern des Verwaltungsrats beim ZDF.“ Die Top-Juristen warnen: „Was geschieht, wenn es die Garantie der Staatsfreiheit nicht gibt, wird uns derzeit am Beispiel anderer europäischer Staaten vor Augen geführt.“

Allein schon die Summe von 35 Staatsrechtlern, die sich an diesem Aufruf beteiligt haben, sollte aufschrecken lassen. Wenn sich nun die Politik dermaßen in die journalistischen Belange eines Senders in Form der Wahl des Chefredakteurs einmischt, ist dies in der Tat höchst zweifelhaft und selbst verfassungsrechtlich bedenklich, da im Grundgesetz eben die Unabhängigkeit der Medien von der Politik postuliert wird. Wird nun ein Chefredakteur gewählt, der den CDU-Vertretern im Verwaltungsrat genehm ist, kann man kaum noch von dieser Unabhängigkeit reden. In einem solchen Fall kann man damit rechnen, daß das ZDF weitaus weniger kritisch in seiner Berichterstattung über die CDU-Politik und somit nicht mehr neutral ist, als wenn Brender bleiben würde, der schon häufiger seine Unabhängigkeit (am Ende des Zapp-Berichtes) von der Politik betont hat.
Besonders delikat ist der Hinweis der Verfassungsrechtler auf andere europäische Staaten, in denen es die Garantie der Staatsfreiheit nicht gibt. Es wird nicht explizit gesagt, aber man kann wohl ohne Scheu und Bedenken annehmen, daß unter anderem Italien hiermit gemeint ist, wo Berlusconi neben der Politik eben auch den Großteil der Medien als Unternehmer kontroliert. Eine unabhängige Berichterstattung ist dort so natürlich nicht möglich.

Daß das Thema „Brender“ bereits seit Monaten in den Medien ist, ist auch aus der Liste der Youtube-Videos ersichtlich.

Der goldene Schuh des Monats geht an Roland Koch, ausländerfeindlicher und zensurfreudiger Länderchef.

 

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