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Ein Schuh für Schäuble

Christian Ströbele über Wikileaks und Julian Assange

Sonntag, 19. Dezember 2010 von Benjamin

Klare Leseempfehlung:

Wikileaks arbeitet Dokumente zur Veröffentlichung auf. Manche bleiben unveröffentlicht, manchmal werden Klarnamen und Gesichter verpixelt. Ich kenne keinen Fall, bei dem der Kernbereich der privaten Lebensführung verletzt oder Personen akut gefährdet wurden. Wikileaks trägt damit die gleiche Verantwortung wie Bild, Spiegel und Süddeutsche, wenn diese Interna der deutschen Geheimdienste oder aus dem geheimen Nato-Bericht zur Bombardierung im afghanischen Kundus veröffentlichten.

Nach Wikileaks-Dokumenten übte die US-Diplomatie 2007 Druck aus, um die Vollstreckung der Haftbefehle gegen CIA-Agenten zu verhindern, die den Deutschen El Masri entführt hatten. In diesem Skandal gibt es noch viel zu enthüllen. Nicht nur deshalb warte ich gespannt auf Neues aus dem Paket mit den 250.000 Dokumenten.

http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/im-zweifel-fuer-die-aufklaerung/

Dokumentation über Wikileaks

Mittwoch, 07. Juli 2010 von Benjamin

Pass von Wikileaks Gründe in Australien temp. eingezogen

Montag, 17. Mai 2010 von Benjamin

US-Soldat gibt Interview zum Wikileaks Video

Donnerstag, 22. April 2010 von Benjamin
von gulli:News

Das Wikileaks Video, das den Angriff auf eine Gruppe Menschen und einen Van samt Insassen im Irak im Juli 2007 aus der Sicht des verantwortlichen Apache-Kampfhubschraubers zeigt, ist bekannt. Nun hat sich Ethan McCord, der auf dem Video zu sehen ist, wie er den verletzten Jungen zum Bradley-Panzer trägt, in einem Interview über den Vorfall und wie er ihn erlebt hat, geäußert.

McCord und seine Einheit waren drei oder vier Blocks enfernt in ein Feuergefecht verwickelt gewesen, hätten aber gehört, wie der Hubschrauber das Feuer eröffnete. Kurz darauf wären sie angewiesen worden, sich dorthin zu begeben. Als sie am Ort des Geschehens ankamen, hätte sich ihnen ein schockierender Anblick geboten. Das Blutbad wäre furchtbar gewesen, die Leichen wären kaum noch als solche erkennbar gewesen. Er hätte das Mädchen schreien gehört und sei deswegen zum Van gelaufen. Dann habe er sie zusammen mit einem Sanitäter in Deckung gebracht, der jedoch meinte, er könne hier nichts für sie tun und das Mädchen zum Panzer brachte. Zu diesem Zeitpunkt hielt er den Jungen für tot. „Ich ging hinaus zu dem Van, und in diesem Moment holte der Junge angestrengt Luft. Da fing ich an zu schreien, ‚Der Junge lebt! Der Junge lebt!‘ Und ich nahm ihn und rannte mit ihm rüber zum Bradley.“ Kurz darauf wurde er vom Kommandant seines Platoons angeschrieen, er solle mit dem Versuch aufhören, diese „Scheiß Kinder“ zu retten und sich ums Absichern kümmern. Als er später im Lager wegen der Geschehnisse zu einem psychischen Berater gehen wollte, da sie ihm vor allem wegen der Kinder sehr zusetzten, sei ihm von einem Sergeant auf sehr unhöfliche Art und Weise gesagt worden, er solle sich zusammenreißen, ansonsten würden ihm Konsequenzen im Sinne von inoffiziellen Disziplinarmaßnahmen drohen.

NSA-Chef: erst „schießen“, dann „zielen“ – oder so

Donnerstag, 15. April 2010 von Benjamin

Das Recht, bei einem Angriff im Cyberspace wild zurückzuschießen

In den USA soll der NSA-Chef das Cyberkommando übernehmen, der auch „schießen“ will, wenn der Angreifer nicht bekannt ist

Juhu – Augen zu und durch, wenn danach das Internet nicht mehr geht (wie Dank China/anderen Zensierern öfters einmal der Fall) können sich die Blogger ja auch nichtmehr beschweren.

Ich glaube ja, dass das alles eigentlich nur gegen Wikileaks zielt.

 

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