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Ein Schuh für Schäuble

Demo gegen Rassismus in Wien

Freitag, 04. Juni 2010 von Moritz

Eigentlich sollte sie um 17 Uhr starten, ging dann doch erst kurz vor 18 Uhr los. Wir waren ungefähr 40 Personen und sind einmal quer durch Wien gelaufen:

Route: Favortienstraße, Laxenburgerstraße, Gudrunstraße, Mazleinsdorfer Platz, Magarentgürtel, Wienergürtel, Gumpendorfergürtel. Neubaugürtel, Endkundgebung: Urban Loritz Platz

Es waren wohl mehr Besucher erwartet, aber auch so waren wir bunt und laut unterwegs gegen:

Kriminalisierung, Diskriminierung, Rassismus, Abschiebung und die Abschiebepolitik der EU und Österreichs.

Auf drei großen Bannern konnte die Bevölkerung den Grund der Demonstration nachvollziehen (siehe Bilder).
Viele Anwohner und Geschäftbesitzer zeigten sich solidarisch!

Ansonsten waren übermäßig viele Polizisten mit dabei: 7 Motorräder und 7 Einsatzfahrzeuge waren zum Großteil bis zum Ende demobegleitend.

Bilder:



Aufruf (Indymedia Österreich):
Everyday people are being deported – worldwide. They live in a sate of constant uncertainty – not knowing if they can move, if they are allowed to stay. Day to day asylum seekers who run away from poverty, war, violence and political prosecution are denied the most basic human rights.

They are being criminalized, discriminated against and marginalized in order to legitimatize the racist and violent deportation machine to maintain the illusion of national borders. These are all well-know facts. Deportations are criticized fro some time now. Meanwhile besides multinational scrutiny companies (SERCO, G45) agencies like Frontex keep on working on implementing deportations in the most efficient way. Now more than ever, we are not willing to tolerate this daily routine.

In order not only to express our rejection towards the asylum politics, but also to transgress and subvert borders let us get together for anti-racist-anti-deportation-for-free-movement street festivity and demonstration where people can meet and exchange experiences. A world of free movement is possible.“

Rassistische und nationalistische pro Palästina Demo in Wien

Freitag, 04. Juni 2010 von Moritz

Ein großes Bündnis von Solidaritätsvereinen, Kulturgruppen und linken politischen Gruppierungen ruft für Freitag zu einer Großdemonstration gegen die Ermordung der Free-Gaza-Aktivisten auf. […]
Wir fordern Internationale Sanktionen gegen Israel und die Aufhebung der Blockade des Gazastreifens durch die Regierungen Israels und Ägyptens. Von Bundeskanzler Faymann fordern wir seinen Staatsbesuch in Israel abzusagen und von der Bundesregierung fordern wir Sanktionen gegen Israel.

Das hört sich eigentlich alles berechtigt an, also haben wir gedacht, diese Forderungen könnten wir unterstützen. Wir waren um kurz nach 15:00 Uhr an der Wiener Oper, dort sollte die Demo starten.

Doch was uns da begegnet ist, war nicht das, was wir uns erwartet hatten.

Circa 2000 Demonstranten waren anwesend, davon ca. 80 % mit türkischen national Symbolen oder Fahnen.

Schon nach wenigen Sekunden haben wir für uns erkannt, dass es sich um eine sehr nationalistische Demo handelt! Die Demo forderte lautstark die Intifada, die Stimmung war sehr aggressiv und das von den anwesenden irgendjemand an Frieden interessiert war, ist auf den ersten Blick fraglich.

Nur sehr wenige (ich habe 4 gesehen) Banner entsprachen dem, was ich selber mittragen würde.

Andere zeigten offenen Antisemitismus oder Raketenwerfer, es wurde gegen die gesamte israelische Bevölkerung gehetzt:

„Lügen haben kurze Beine und lange Nasen“

Solange es keinen Dialog gibt, beide Seiten nur mit Hass argumentieren und religiöse Feindbilder aufgebaut werden, kann es keinen Frieden in der Region geben. Das Problem sind für mich in diesem Fall die fanatischen Führer der beiden Gottesstaaten Israel und Palestina.

Abgesehen davon unterdrückt die Türkei selber seit langer Zeit die Bevölkerungsgruppe der Kurden. Wer mit einer Türkeiflagge gegen die Unterdrückung einer Bevölkerungsgruppe, Religionsgemeinschaft oder eines Staates argumentiert, ist unglaubwürdig!

Meine Schuhe sind antinational!

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