Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken &handeln! Willst du auch an der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos
und Materialien:

Ein Schuh für Schäuble

Winnenden – Killerspiele

Donnerstag, 10. Februar 2011 von Benjamin

Scheinbar wird immernoch das Verbot sogenannter „Kilerspiele“ gefordert um Amokläufe zu verhindern.

Gut, der Vater wusste von den Mordphantasien seines Sohnes, hat ihn mit zum Schießtraining genommen und seine Waffen und Munition nicht weggeschlossen, aber die Computerspiele, die waren Schuld.

Die Angehörigen der Opfer wollten eine Gefängnisstrafe für den 52-Jährigen erreichen. Damit solle nicht zuletzt ein Zeichen gegen Gewalt, Killerspiele und privaten Waffenbesitz gesetzt werden.
….

http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=7605032/1v5i514/index.html

Maus und Tastatür gefährlicher als Schusswaffen?

Freitag, 24. September 2010 von Benjamin

Jan Schejbal hat einmal bei Wolfgang Bosbach (CDU) nachgefragt, warum er sich zwar für ein Verbot von „Killerspielen“ ausgesprochen hat, aber den Sportschützen den Rücken deckt …

http://janschejbal.wordpress.com/2010/09/24/schiessport-erlauben-aber-spiele-verbieten/

Verbreitet es weiter, die Antwort kann nur spannend werden 🙂

Studie: Killerspiele helfen gegen Stress und Depressionen

Donnerstag, 15. Juli 2010 von Benjamin

Ein weiterer Tropfen auf den heißen Stein …

http://www.golem.de/1007/76491.html

„Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass gewalthaltige Computerspiele Depressionen und feindselige Gefühle beim Spieler durch eine Art Empfindungsmanagement vermindern“, fasst Dr. Christopher J. Ferguson eine unter seiner Aufsicht an der Texas A&M International University durchgeführte Studie zusammen.

Killerspiele machen keine Amokläufer

Dienstag, 30. März 2010 von Benjamin

sagt zumindest die Wissenschaft:

http://derstandard.at/1269448355133/Gewalt-und-Computer-Killerspiele-machen-keine-Amoklaeufer

Wissenschaftler: Spiele können keine Ursache sein

Von „Gewaltverherrlichung“ ist die Rede, „das kann nicht gut für junge Menschen sein“, „Killerspiele konditionieren Heranwachsende zur Gewalt“, „so ein Blödsinn, ich erschieße jeden Tag Computergegner und bin dennoch Pazifist“ – wenn man einen Blick in die Foren zu Berichten wirft, die über die aktuellen Entwicklungen in der so genannten „Killerspiel-Debatte“ berichten, hat man das Gefühl, es gäbe gar keinen richtigen Diskurs. Hier gibt es lediglich zwei Seiten mit zwei vorgefertigten Meinungen. Allerdings scheint dies nicht nur auf Konsumentenseite so zu sein, selbst Entscheidungsträger und Politiker argumentieren, als ob sie von Meinungen, anstatt Erkenntnissen getrieben würden. Bei jedem Amoklauf eines Jugendlichen wird sofort nachgeforscht, ob der Täter vielleicht brutale Computerspiele konsumiert hat. Allein schon die Bezeichnung „Killerspiel“ impliziert bereits Negatives, aber ist dies auch nur Ansatzweise gerechtfertigt?

Fraglich sei, so Prof. Wagner abschließend, ob es überhaupt strengerer Auflagen bedarf. „Meiner Meinung nach reicht die derzeitige Gesetzeslage durchaus aus. Es ist ja auch jetzt schon möglich, Inhalte unter gewissen Umständen entweder zu verbieten und unter einen strengen Jugendschutz zu stellen.“ Videospiele als Sündenbock darzustellen, mache jedenfalls weder aus wissenschaftlicher, noch aus pädagogischer Sicht einen Sinn.

(Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 28.3.2010)

http://derstandard.at/1269448355133/Gewalt-und-Computer-Killerspiele-machen-keine-Amoklaeufer

Erklärung sogenannter Killerspiele

Donnerstag, 06. August 2009 von Benjamin

Innenminister fordern Verbot von „Killerspielen“

Freitag, 05. Juni 2009 von Moritz

„Laut den Politikern kann eine solche Maßnahme Amokläufe verhindern. Sie wollen noch vor der Bundestagswahl sowohl Herstellung als auch Verbreitung untersagen.

Die Frühjahrskonferenz der Innenminister ist mit dem Beschluss zu Ende gegangen, sobald wie möglich ein Verbot von „Killerspielen“ umzusetzen. Die Innenminister der 16 Länder und Wolfgang Schäuble (CDU) als Vertreter des Bundes verstehen darunter Computerspiele, „bei denen ein wesentlicher Bestandteil der Spielhandlung die virtuelle Ausübung von wirklichkeitsnah dargestellten Tötungshandlungen oder anderen grausamen oder sonst unmenschlichen Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen ist“.

Ein solches Verbot kann nach Ansicht der Politiker zukünftig Amokläufe verhindern. „Durch Killerspiele sinkt die Hemmschwelle zur Gewalt“, sagte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) gegenüber „Welt Online“. Bislang gibt es allerdings keine wissenschaftlich gesicherten Studien, dass solch ein Zusammenhang besteht.

Schünemann forderte den Bundestag auf, das Herstellungs- und Verbreitungsverbot noch vor der Bundestagswahl zu ermöglichen. „Amokläufer haben sich vor ihren Taten immer wieder mit solchen Spielen beschäftigt.“

Die Frühjahrskonferenz der Innenminister hatte mit dem Wunsch nach einer „Ermächtigungsgrundlage“ im Kampf gegen Internetkriminalität begonnen.“ zdnet.de, 05.06.2009

reale oder virtuelle Waffen – und was sagt der Innenminister

Dienstag, 17. März 2009 von Moritz

Ein Artikel von Florian Rötzer (hier zu finden: [1]) zum Amoklauf in Wennenden, Waffen und dem wohl einzig wahren Grund für Amokläufe: „Killerspiele“:

Schützenvereine und Waffenliebhaber haben noch eine bessere Lobby in der Politik als die Computerspieler

In Baden-Württemberg liegt der Standort von einigen Waffenherstellern. Das mag der Grund sein, warum Bundesinnenminister Schäuble nach dem Selbstmordanschlag des 17-jährigen Jugendlichen auf die Realschule in Winnenden erst einmal vor übereilten Gesetzesinitiativen gewarnt hat. Der private Waffenbesitz sei nicht das Problem, sagte er, sondern Gewaltdarstellungen.

Zwei der wichtigsten deutschen Schusswaffenhersteller, Carl Walther Sportwaffen GmbH (Ulm) und Heckler & Koch (Oberndorf), haben ihren Sitz in Baden-Württemberg, wo auch Schäuble seinen Wahlkreis hat. Das wirkt seltsam, steht doch Schäuble am vorderster Front, wenn es um Maßnahmen gegen den drohenden (islamistischen) Terrorismus geht, obgleich die Amokläufe von Jugendlichen mit Schusswaffen für reale Tote gesorgt haben, während die Opfer der Islamisten hierzulande noch imaginär sind.

Erinnern kann man sich, dass Schäuble die nach dem Amoklauf in Erfurt mühsam durchgesetzte Verschärfung des Waffengesetzes 2007 wieder teilweise rückgängig machen wollte. Er machte damals den Vorstoß, die Altergrenze für den Besitz von großkalibrigen Waffen wieder von 21 auf 18 Jahre zu senken (Schäubles verunglückter Vorstoß mit der Liberalisierung des Waffengesetzes). Schon die Verschärfung des Waffengesetzes wollten konservative Politiker den Schützenvereinen – und den Wählerstimmen – zuliebe, eher Medien und Computerspiele als reale Waffen und den Zugang zu ihnen beschränken. Irgendwie scheint man, vielleicht abhängig von der Zugehörigkeit zu einer Generation, die virtuellen Waffen für gefährlicher als die realen zu halten.

Schäuble zog damals den Vorschlag schnell wieder zurück, auch jetzt will er nicht zu dick auftragen, nachdem selbst Bundeskanzlerin Merkel gesprochen und eine schärfere Waffenkontrollen gefordert hat. Allerdings stimmt sie Schäuble zu, dass man doch die Gewaltdarstellungen – Schäuble nannte einmal wieder Killerspiele – irgendwie auch kontrollieren, also das Internet besser in den Griff kriegen müsse. Sie spricht allerdings von „Gewaltvideos“, während die meisten doch eher auf die Computerspiele weisen. Mag sein, dass Merkel, wie die Abschrift des Interviews mit dem Deutschlandfunk zeigt, nicht wirklich eine Meinung hat und ziemlich haltlos herumargumentiert, um sich aus der Schlinge zu ziehen:

Also was die Aufbewahrung von Waffen anbelangt und auch Munition, das ist sicherlich etwas, wo man sehr stark darauf achten muss, dass das kontrolliert wird, dass das entsprechend den Regeln stattfindet. Und hier werden die Experten sicherlich auch noch mal überlegen: Kann man vielleicht durch unangemeldete Kontrollen oder ähnliches vielleicht noch stärker hinterher schauen, dass das so passiert. Zweitens: Was den Zugang zu Gewaltvideos anbelangt, so ist es ja immer wieder eine permanente Diskussion. Die Jugendministerin hat ja vieles auch versucht – jetzt gerade in letzter Zeit in Blick auf Kinderpornografie, auf Sperrung von Seiten. Ich gehöre, ehrlich gesagt, zu denen – ich hab das auch mit dem französischen Staatspräsidenten besprochen, die immer wieder überlegen: Kann man nicht doch etwas tun? Einfach nur mit der Freiheit des Internets zu argumentieren, wird uns letztlich auch nicht weiterhelfen.
Nach einem Treffen mit sechs weiteren EU-Innenministern ist nun Schäuble doch prinzipiell für eine strengere Kontrolle des Waffenbesitzes, wenn dies auf europäischer Ebene geschieht. Damit lässt sich das Thema vorerst gut verschieben. Wiederum hob er die Gefahren des Internet hervor. Schützenvereine und Waffenliebhaber haben jedenfalls, so lässt sich sehen, bislang eine bessere Lobby in der Politik als die Computerspieler.

Die von Merkel vorgeschlagenen „unangemeldeten Kontrollen von Waffenbesitzern“ klingt zwar gut, ist aber ein wohl wenig durchdachter Schnellschuss, der zeigt, wie wenig Politiker überlegen, bevor sie etwas in die Welt setzen. Einfach mal schnell die Polizei in die Wohnung eindringen zu lassen, würde gegen die Verfassung verstoßen. Aber ist egal, man hat gezeigt, dass man handlungsbereit ist – morgen ist eh schon wieder alles vergessen.

Weniger populär hat der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Sebastian Edathy (SPD), den Vorschlag kritisiert. Er sei weder rechtlich zulässig noch zielführend, sagte er der Berliner Zeitung. Man könne nicht ohne konkreten Verdacht Hausdurchsuchungen durchführen. Angesichts der Vielzahl von Waffenbesitzern wären aber ohnehin nur wenige Stichproben möglich.

Gut gemeint, aber wenig überzeugend, war auch die Position des Schützenbundes. Dessen Vizepräsident meinte, die dezentrale Aufbewahrung der Schusswaffen sei doch viel sicherer als eine zentrale, da hier das Risiko des Einbruchs viel stärker wäre. Nur haben die Söhne die Waffen ihrer Väter nicht durch Einbruch in ein fremdes Haus erlangt, sondern sie haben gewusst, wie sie an die Waffen kommen. Selbst unangemeldete Kontrollen der waffenrechtlichen Kontrollen würden hier nicht unbedingt etwas nützen.

 

© ein-schuh-fuer-schaeuble.de – Powered by WordPress – Design: Vlad (aka Perun)