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Ein Schuh für Schäuble

Dresden Nazifrei, Pforzheim Nazifrei – überall nazifrei!

Im Februar werden vielerorts Nazis versuchen Geschichte zu verdrehen. Das muss nicht sein – Nazis entschlossen entgegentreten:

Wieder Nazis in Dresden blockieren!

http://www.dresden-nazifrei.com/

An der Uni Hamburg sieht das dann so aus:

http://pirat-inn-en.de/

 

Nicht nur Großaufmärsche gilt es zu verhindern, auch in Pforzheim werden wieder Fackelnazis auftauchen:

Pforzheim. Von einer „Provokation und inakzeptablen Schändung dieses ganz besonderen Tages für die Stadt Pforzheim“ spricht Oberbürgermeister Gert Hager. Er meint die rechtsextremistische Fackel- „Mahnwache“ am 23. Februar, organisiert und als Veranstaltung auf dem Wartberg angemeldet vom „Freundeskreis Ein Herz für Deutschland“(FHD). Man wolle das nicht länger hinnehmen.

http://www.pz-news.de/

Auch, wenn Herr Hager  und die SPD das mit dem Extremismus noch nicht ganz geballert haben, ab nach Pforzheim!

Die haben es richtig gemacht:

Pressemitteilung zum Aufruf des Bündnis Pforzheim Nazifrei PDF Drucken E-Mail
Die Unterzeichnenden aus der Initiative gegen Rechts sprechen sich – trotz weitgehender Übereinstimmung – gegen den Aufruf des von Oberbürgermeister Hager mitinitiierten Bündnis „Pforzheim Nazifrei“ aus und werden den Aufruf nicht unterzeichnen. Dennoch werden sie die Demonstration und Kundgebung am 23. Februar aktiv und positiv begleiten.

Die im 3. Absatz des Aufrufes neu formulierte sehr kurzfristig eingebrachte Änderung zeigt, dass die konservativen Kräfte in diesem Bündnis linkspolitische Gruppen bewusst ausgrenzen wollen. Eine solche Art des politischen Umgangs miteinander kann die Initiative gegen Rechts mehrheitlich nicht mittragen.
Der Satz »Pforzheim ist eine […] Stadt, in der extremistisches Gedankengut ganz gleich ob von rechts oder links keinen Platz hat« kann die Initiative so nicht unterzeichnen, denn der 23. Februar steht in keiner Beziehung zu linken Bewegungen oder Gedankengut. Nachdem der Gemeinderat in seiner Entscheidung über die Resolution zum 23. Februar im Jahr 2010 die Gleichsetzung von links und rechts explizit aus der Resolution per Mehrheitsentscheidung entfernt hat, fällt dieses Bündnis durch den Aufruf hinter diese Entscheidung zurück.
Diese so genannten „Linksextremisten“ waren die ersten und vor allem die „wichtigsten“ Opfer der Nazis. Namen wie Carl von Ossietzky, Felix Fechenbach und Erich Mühsam sollten niemals vergessen werden – davor schon Kurt Eisner und Matthias Erzberger, wobei letzterer sicher kein „Linksextremist“ war.
Diese negative Entwicklung des Bündnis-Aufrufes ist sehr bedauerlich. Dass dieser Passus hinterrücks und äußerst kurzfristig eingefügt wurde, ist eine Missachtung des langjährigen  Engagements der Initiative gegen Rechts . Das Bündnis Pforzheim Nazifrei sollte auf eine gleichberechtigte Partnerschaft aufbauen. Aber so geht man mit Partnern nicht um.

Ich habe mich so geärgert, dass ich einen Leserbrief (Extremismus der Mitte) an die regionalen Zeitungen geschrieben habe, vielleicht wird er ja abgedruckt…

 

Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 25. Januar 2012 um 02:03 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie kurz Gepostet, News, Pforzheim/Enzkreis abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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1 Kommentar »

  1. neben dem extremismusschwachsinn regt mich an dem aufruf der stadt pforzheim vor allem die schaffung eines opferkollektives auf. alle, die am 23.februar gestorben sind, waren opfer.
    dem „volk“ bzw der „nation“ wird dadurch jegliche schuld am holocaust und dem weltkrieg genommen. dies wird alles irgendwelchen ominösen nazis in die schuhe geschoben. dass es eine untrennbare verbindung zwischen dem gedanken der „volksgemeinschaft“ und dem dritten reich gibt, wird vollkommen ausgeblendet. stattdessen wird uns heute das bild einer tollen „geläuterten“ nation, die sich gegen faschisten stellt und aus dem dritten reich gelernt hat, präsentiert. eine nation, die die verbrechen so sehr aufgearbeitet hat, dass sie wieder auf der halben welt krieg führt und „auschwitz“ auch noch als grund dafür angibt (wie joschka fischer es getan hat). dass hier nicht-deutsche in die absolute armut abgeschoben werden, ein großteil der gesellschaft die thesen thilo sarrazins teilt und es meiner meinung nach mit einer halbwegs gescheiten propagandakampagne ein leichtes wäre, ein viertes reich aufzubauen, hat mit den nazis und ihrem gedankengut in dieser version alles nichts zu tun. ein hoch auf den antifaschistischen nationalismus der bürgerlichen…

    wie du dir denken kannst, kann ich den aufruf der sadt nicht unterschreiben. dennoch finde ich es auch positiv, wenn sich bürgerliche gegen faschisten stellen. vielleicht werd ich die kundgebung auch besuchen. zum glück findet im vorfeld der bürgerlichen kundgebung eine demonstration der initiative gegen rechts statt, zu der es auch einen „gescheiten“ aufruf geben wird. wann und wo die demo genau starten wird, weden wir – wenn alles fest steht – auf unserer homepage veröffentlichen.

    Comment: ulf – 05. Februar 2012 @ 17:46

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