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Ein Schuh für Schäuble

Was jeder persönlich gegen Censilia tun kann

Censilia

Nachdem ich über den Artikel Was können wir konkret gegen Censilia tun? gestolpert bin, habe ich beschlossen das Ganze auszuformulieren/zuammenzutragen.

Was kann jeder tun:

  1. Das persönliche Umfeld aufklären/informieren
    1. Familie
    2. Freunde
    3. Verwandte
    4. usw.
  2. andere aufklären/informieren
    1. Infostände
    2. Flyer verteilen
    3. auf Demonstrationen gehen
  3. Sich bei seinen Abgeordneten beschweren
    Auf http://www.abgeordnetenwatch.de/ einfach seine PLZ eingeben
  4. sich bei den Verantwortlichen im Europaparlament beschweren
    – Wer ist das?

Laut Joe McNamee sind es für Deutschland:
(Kulturausschuss des Europaparlaments)

Für alle Länder: Ausschüsse für Kultur und für bürgerliche Freiheiten.

vllt. legt ihr ja noch einen Schuh bei.

Die Gründe – bitte nicht einfach kopieren, sondern persönlich ausformulieren:
vom AK-Zensur: http://ak-zensur.de/2010/03/malmstroem-unfug.html

Warum die Blockade von Web-Seiten im Kampf gegen „Kinderpornografie“ im Internet der falsche Weg ist

Sexueller Missbrauch ist mit das Schlimmste, was einem Kind angetan werden kann. Gerade deswegen ist es wichtig, sich auf wirksame und verhältnismäßige Maßnahmen im Kampf gegen die Bilder und Videos des Missbrauchs (oft verharmlosend „Kinderpornografie“ genannt) zu konzentrieren. Blockaden im Internet, wie sie die Pläne von Cecilia Malmström oder das Zugangserschwerungsgesetz vorsehen, helfen nicht, das Ziel zu erreichen. Sie sind selbst als Ultima Ratio kontraproduktiv:

Frühwarnsystem

Betreiber einschlägiger Angebote können automatisiert prüfen, ob ihre Webseiten auf einer Sperrliste stehen, und somit feststellen, ob sie im Fokus der Ermittler stehen. Internet-Sperren sind daher ein Frühwarnsystem für Kriminelle.

http://ak-zensur.de/Netzsperren-Fruehwarnsystem.png

Die Sperrliste kann nicht geheim bleiben

Wer Access-Blocking einsetzt, publiziert damit quasi die Liste der betroffenen Seiten: Sobald Webseiten blockiert werden, lässt sich einfach abfragen, ob eine bestimmte Seite auf der Liste steht. Dadurch ist es mit relativ geringem Aufwand möglich, die Sperrliste herauszufinden. Dies ist keine Theorie, sondern wurde bereits praktiziert. Auch Pädophile könnten daher die Sperren nutzen, um entsprechender Inhalte zu finden.

https://scusiblog.org/?p=546

Löschen ist weltweit möglich

Oft wird auch damit argumentiert, die Mehrheit der „kinderpornografischen“ Inhalte würde aus Staaten verbreitet, in denen eine Verfolgung der Täter nicht möglich sei. Dies ist erwiesenermaßen falsch. Alle Analysen zeigen: Die Mehrheit der Webseiten der bekannten Sperrlisten kommt aus den USA und Westeuropa inklusive Deutschland. Die häufigsten Server-Standorte laut einer BKA-Analyse einer Dänischen Sperrliste:

USA: 1148; Deutschland: 199; Niederlande: 79; Kanada: 57

Auf keiner Sperrliste anderer Länder befindet sich auch nur eine Webseite, die aus einem der sogenannten „Failed States“ verbreitet wird, wie dies vom BKA öffentlich immer wieder behauptet wurde.

http://ak-zensur.de/download/Karte-Sperrlisten–AU-FI-CH–A4.pdf
http://blog.odem.org/2010/01/30/bka-antwort-spd-bulmahn.pdf

Löschen illegaler Inhalte ist schnell möglich

Eine Studie der Universität Cambridge zeigt, dass Banken es im Durchschnitt innerhalb von vier bis acht Stunden schaffen, Betrugs-Webseiten (sogenannte Phishing-Websites) zu löschen – weltweit. Wenn dies bei simplen Betrugs-Webseiten möglich ist, warum schaffen die Ermittlungsbehörden dies nicht bei den weltweit nicht nur verbotenen, sondern geächteten Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern?

http://www.cl.cam.ac.uk/%7Ernc1/takedown.pdf

Experiment zeigt: Löschen funktioniert

Ein Experiment von Alvar Freude vom AK Zensur hat gezeigt: Mit einer einfachen Nachricht per E-Mail an die Abuse-Abteilungen der betroffenen Hosting-Provider war es möglich, innerhalb von zwölf Stunden 61 Webseiten der einschlägigen Sperrlisten abzuschalten. Warum setzt man die Ermittler nicht dazu ein, sondern vergeudet deren Arbeitszeit mit der Aufstellung und Pflege von Sperrlisten?

http://ak-zensur.de/2009/05/loeschen-funktioniert.html

Umgehbarkeit

Internet-Sperren etablieren eine Zensur-Infrastruktur, die für beliebige Inhalte genutzt werden kann. Dies kennen wir sonst nur von autoritären Staaten wie China, dem Iran oder Saudi-Arabien. Diese Länder berufen sich schon jetzt zur Rechtfertigung ihrer Internet-Zensur auf europäische Staaten, die Internet-Sperren anwenden.

Zudem: Sperren sind leicht zu umgehen. Wer es schafft, die Inhalte zu finden, für den ist es ein Leichtes, jegliche Art von Sperren zu umgehen. Denn die Inhalte verbleiben im Netz und werden quasi nur versteckt!

http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/03/27/internetsperre-umgehen-in-27-sekunden/
http://www.ccc.de/censorship/dns-howto/

Die Erfahrung mit ähnlichen Sperrsystemen in anderen Ländern zeigt, dass die öffentlich genannten Ziele damit nicht erreicht werden können. In allen Ländern mit bestehenden Sperrsystemen sind aufgrund fehlerhafter Sperrlisten auch Webseiten betroffen, die keine illegalen Inhalte verbreiten. In Australien landete die Webseite eines australischen Zahnarztes auf der Sperrliste, in Dänemark eine aus Deutschland betriebene islamistische Webseite, in Finnland ein finnischer Zensurgegner, in Italien werden Glücksspiel-Webseiten blockiert.

http://www.focus.de/digital/internet/internet-wirksamkeit-von-kinderporno-sperrungen-umstritten_aid_384900.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Australische-Internet-Sperrliste-in-der-Debatte-208289.html
http://www.heise.de/ct/artikel/Verschleierungstaktik-291986.html
http://blog.odem.org/2009/05/islam-website-aus-deutschland-auf-sperr-liste.html
https://scusiblog.org/?p=1728

Informationsfreiheit vs. Menschenwürde?

Die Verbreitung von „Kinderpornografie“ ist ein weltweit geächtetes Verbrechen, das man weltweit bekämpfen kann. Echte Verbrechensbekämpfung ist freilich mehr als das Aufstellen von Stoppschildern, die zudem kein echtes Hindernis darstellen. Der Grundsatz muss heißen: „Löschen und Täter verfolgen statt Inhalte verstecken und Täter schützen“.


http://ak-zensur.de/2010/03/malmstroem-unfug.html

Titel angepasst – irgendwie übersehen – Danke daMax 😀

netzpolitik.org: Was können unsere Leser tun, um aktiv zu werden und diese Pläne zu verhindern? [Anm: gemeint sind die Pläne zur Erstellung von EU-weiten Internetsperren]

Joe McNamee: Deutsche MdEPs spielen eine große Rolle für den Bericht. Die deutsche CDU-Abgeordnete Sabine Verheyen ist Schattenberichterstatterin für die Konservativen im Kulturausschuss, die deutsche FDP-Abgeordnete Nadja Hirsch ist Schattenberichterstatterin für die Liberalen im Kulturausschuss und die SPD-Abgeordnete Birgit Sippel (die sich schon mit dem Dossier befasst hat) ist Schattenberichterstatterin im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, der für den endgültigen Bericht verantwortlich ist. Die Leser können die Mitglieder des Parlaments und vor allem die Mitglieder der Ausschüsse für Kultur und für bürgerliche Freiheiten kontaktieren, indem sie sie – am besten persönlich – anschreiben und die Probleme und Nachteile erklären, die gegen Internetsperren sprechen.

Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 31. März 2010 um 08:23 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Anleitungen, Infomaterial, News abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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6 Comments »

  1. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Schuh für Schäuble erwähnt. Schuh für Schäuble sagte: New post: Was jeder persönlich gegen Cencilia tun kann (http://cli.gs/1mJrP) http://cli.gs/1mJrP #CDU #EU #FDP […]

    Pingback: Tweets die Ein Schuh für Schäuble » Was jeder persönlich gegen Cencilia tun kann | erwähnt -- Topsy.com – 31. März 2010 @ 08:29

  2. […] [Update]: viel ausführlicher formuliert findet sich eine Anleitung zum Selber-Aktiv-Werden bei Ein-Schuh-Für-Schäuble. […]

    Pingback: đª]V[ªX » Was können wir konkret gegen Censilia tun? [Update] – 31. März 2010 @ 08:33

  3. […] Was jeder persönlich gegen Cencilia tun kann […]

    Pingback: đª]V[ªX » All about Censilia [Update 31.3.2010] – 31. März 2010 @ 08:34

  4. Saugute Liste! Respekt!

    Comment: daMax – 31. März 2010 @ 08:34

  5. Aber eine Bitte: der „korrekte“ Ausdruck lautet inzwischen „Censilia“

    siehe
    http://www.netzpolitik.org/2010/eine-frage-des-hashtags-cencilia-oder-censilia/

    Comment: daMax – 31. März 2010 @ 08:37

  6. Dankeschön – hast mich aber erst auf die Idee gebracht

    Comment: Benjamin – 31. März 2010 @ 10:46

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