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Ein Schuh für Schäuble

Verfassungsschutz warnt…

Samstag, 22. November 2014 von Moritz

Es klingt, wie wenn einige Tageszeitungen mal wieder bei der-postillon.com abgeschrieben hätten:

Die Welt: Rechte unterwandern Demos gegen Flüchtlingsheime

Ähnliches auch bei der Berliner Zeitung oder auf Focus Online. Ein Neonazi auf einer Demo gegen ein „Flüchtlingsheim“ – nichts ungewöhnliches würden die meisten meinen. Doch der Verfassungsschutz ist sich für nichts zu schade: „Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt davor, dass Rechtsextremisten Demonstrationen gegen Flüchtlingsheime unterwandern.“

Auf jeder Demo gegen „Flüchtlinge“ sind Nazis! Auf jeder Demo gegen „Flüchtlingsheime“ sind Neonazis. Reichen nicht die Bilder aus Rostock Lichtenhagen oder Hoyerswerda aus den frühen 90ern? Und verdammt – das wissen auch die BürgerInnen die gegen Unterkünfte demonstrieren. Sie nehmen es in Kauf mit Neonazis aufzumarschieren und ihre Ansichten unterscheiden sich auch nicht so sehr von denen der NPD oder anderer brauner Kameraden. Sie haben die selben Vorurteile und es ist der gleiche tief in der Gesellschaft verwurzelte Rassismus.

Das der Verfassungsschutz nun diesen rassistischen Mob davor warnt von Neonazis unterwandert zu werden, ist einer der Höhepunkte seiner Geschichte. Demnächst heißt es noch, dass es bei #HoGeSa nur um Fußball geht und Kinder werden davor gewarnt, dass sie an Weihnachten Geschenke bekommen. Geheimdienste abschaffen.

 

Netznazis an der Wurzel packen | 2

Dienstag, 01. April 2014 von Moritz

Wolfgang hat es getan – er hat einen #Hitlervergleich gebracht:

Hitlers Handlungen ≙ Putins Handlungen

Wäre da nicht der Genitiv, dann wäre Putin ein Hitler 2.0. Ist das jetzt geschichtlich angebracht, steigt bald die Stromrechnung, ist an all dem Schäuble Schuld? Wer ist für Putin und wer für Schäuble? Was sagen Gerhard und Kristina Schröder dazu? Schauen wir uns lieber ein paar einfache Beispiele von Leuten an, bei denen Hitlervergleiche weniger kompliziert ausfallen müssen:

Ich bin kein Rassist, aber…

Und weil selbst mir das für heute an rechten Unsympathen genügt – schlicht zwei Fortbildungshinweise für die alltägliche Praxis:

Critical Whiteness:

Netznazis an der Wurzel packen | 1

Dienstag, 25. März 2014 von Moritz

Wolfgang Schäuble – unser guter Freund – hat so einiges zum Diskurs über sog „Ausländer“ beigetragen:

„Wir haben offene Grenzen, die Leute melden sich oft nicht an und nicht ab. Wir wissen wahrscheinlich genauer, wie viel Schweine und Rinder hier leben, weil es da auch kein Datenschutzproblem gibt.“ – Rheinische Post, 23. Dezember 2006

Wenn es notwendig wird rudimentäre Menschenrechte einzuklagen und mensch täglich den rassistischen Normalzustände vor der Haustür begegnet, obwohl diese per Grundgesetz nicht geduldet werden dürften, dann ist es notwendig gegen Diskurskurver wie Schäuble weiterzumachen. Wer hätte gedacht, dass der nach der Innenministernummer jetzt so lange für Finanzen zuständig ist. Wer kontrolliert die Kontrolleure. Ich scheiße auf „zirkulären Migration“ – Bleiberecht für alle! Außen und Innen? Alle Länder spinnen… Ich attestiere Wolfgang mit seiner Politik Hass und Rassismus konjunkturell voranzutreiben. Ab jetzt gibt es hier daher einmal die Woche einen Beitrag dazu, wie man Nazis im Netz an der Wurzel packt – ernst – ideenreich – humorvoll:

Netznazis an der Wurzel packen (NNADWP 1) heute mit:

  • Einer Leseempfehlung für euch. Und zwar eine Artikelreihe in der neuen Ausgabe (pdf) der analyse&kritik. Haha – schon bemerkt? Guter Journalismus kostet in diesem Fall etwas – lohnt sicher aber auf jeden! Auf Seite 28 gehts um Bürgernazis und Nazibürger und die rassistische Mobilisierung in Schneeberg im Erzgebirge. Ein Plädoye in Naziareas neben konkretem „Antifa heißt Angriff“ eine „kritische Zivilgesellschaft“ zu etablieren, um dauerhaft arbeiten zu können. „Die FlüchtlingsgegnerInnen auf Facebook – Wie funktioniert die Hetze im Netz, und was könnten Gegenstrategien sein?“ ist einer der Zeitungsartikel, die ich mehrfache lesen werde! Zuerst vollzieht die lesende Person die Argumente der HeimgegnerInnen: „Appell“, „Deutschland zuerst“, „Wirtschaftsflüchtlinge“, „Überfremdung“, „nicht hier“, „böse Medien“ und „Meinungsfreiheit“. Geraten wird eine emotionale Auseinandersetzung mit diesen rechten Links: „Lächerlich machen!“, „positive Erwartungen“ und „immunisieren“. Holt euch die Ausgabe bei einem Kiosk eurer Wahl ab.
  • Nachdem mich jetzt mehrere Personen auf diese wunderbare Seite aufmerksam gemacht haben, will ich sie euch nicht vorenthalten: http://lookismusgegenrechts.tumblr.com/
  • Dokumentation betreiben auch die Facebookgruppen Kartoffeln im Netz und deutsche Zustände: https://www.facebook.com/KartoffelnimNetz?fref=ts und https://www.facebook.com/DeutscheZustaende
  • Und zum Abschluss stumpfe Nazibeats – Nazirap mit „zweitausend Fürzn (?)“: https://www.youtube.com/watch?v=SG__TL1X-ls und die Recherche von Berlin rechtsaußen dazu.
 

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