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Ein Schuh für Schäuble

Junge Union Enzkreis Pforzheim verwendet Google Analytics

Nachdem das LMG Königsbach bereits unseren Forderungen gefolgt ist, fordern wir nun die Junge Union Enzkreis Pforzheim dazu auf die Datensammlung mit Hilfe von Google Analytics zu stoppen! Sollte die Junge Union nicht reagieren, werden wir das Problem der zuständigen Aufsichtsbehörde melden! Datenklau stoppen, Google Analytics abwracken!
1. Einsatz von Google Analytics

Der Quelltext der Website: http://www.ju-enzkreis.de/ verrät das Problem. Darin ist nämlich folgende Information enthalten:

junge union pforzheim

junge union pforzheim

Warum ist das so nicht erlaubt?

Dazu einen Ausschnitt aus der Homepage des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit:

„Ein Website-Betreiber nutzt den Google Analytics Service. Ist diese Datenerhebung zulässig?

Google Analytics ist ein Werkzeug, um Webanalysen durchzuführen. Unternehmen, die dieses Werkzeug einsetzen, können so gezielte Informationen über die Zugriffe auf ihre Internet-Angebote erhalten.

Derzeit ist die Nutzung des kostenlosen Google Analytics Service durch Website-Anbieter unzulässig. Google muss dessen Konfiguration so ändern, dass die Betroffenen ihr Recht auf Widerspruch, Information und Auskunft sowie Löschung der Daten wirksam wahrnehmen können. Für den rechtswidrigen Einsatz des Dienstes haften die Website-Betreiber.

Für deren datenschutzrechtliche Kontrolle sind die Aufsichtsbehörden der Länder zuständig. Eine Liste der Kontaktdaten der Aufsichtsbehörden können Sie unter Adressen und Links nachlesen.

Weiterführende Informationen zur datenschutzrechtlichen Beurteilung von Google Analytics enthält der 31. Tätigkeitsbericht des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein

(Quelle: http://www.bfdi.bund.de/… 5. Juni 2010 10:05 Uhr)

Was bedeutet das genau?

Datenschutz von Benutzerprofilen

Datenschutzrechtlich betrachtet ist dieses Tool von Google problematisch und umstritten. Praktisch kann Google mit Google Analytics ein umfassendes Nutzerprofil von Webseiten-Besuchern anlegen. Wird ein anmeldepflichtiger Google-Dienst von den Besuchern verwendet, so kann dieses Nutzerprofil auch bestimmten Personen zugeordnet werden.

Hinzu kommt, dass das Telemediengesetz in Deutschland nach § 12 Abs. 1 TMG eine Verarbeitung von personenbezogenen Daten nur zulässt, wenn der Benutzer vorher zugestimmt hat oder eine gesetzliche Ermächtigung vorliegt. Durch den Einsatz eines Tools wie Google Analytics wird aber mitunter die vollständige IP-Adresse (eine benutzerbezogene Angabe) des Seitenbesuchers an einen Dritten (Google) übermittelt, was dem Datenschutz des Benutzers entgegenwirken kann. Sofern der Benutzer nicht vorher eingewilligt hat, ergeben sich diesbezüglich Probleme. Es ist bisher nicht geklärt, welche Rechtsgrundlage dies erlauben soll (siehe § 12 Abs. 1 TMG). Google Analytics ist ein Dienst, welcher sich beim Aufruf einer Website anonym verhält. Das heißt, dass der Aufrufende diese Interaktion mit Google Analytics gar nicht erst erfährt. Fazit: Es ist umstritten, ob eine solche Übermittlung verboten ist. Hinzu kommen rechtliche Schwierigkeiten, etwa dass eine Einwilligung „bewusst“ erfolgen muss (§ 13 Abs. 2 TMG) und die Webseite nicht nur bei einer Zustimmung zugänglich gemacht werden darf (§ 12 Abs. 3 TMG).

Weiterverarbeitung der Daten

Durch den Einsatz von Google Analytics wird eine Webseite für Google transparenter, da Google Einblick in die spezifischen Zugriffe der Webseite bekommt. Es ist umstritten, ob diese Daten von Google (intern) weiterverarbeitet werden oder nicht.

Google könnte mit den durch Analytics erhaltenen Daten beispielsweise den Suchalgorithmus anpassen. Bei Websurfern, die ein Konto bei Google besitzen (und somit das „Google-Cookie“ in ihrem Browser gespeichert haben), wäre Google technisch in der Lage, die gesammelten Datenspuren mit einem Nutzerkonto zu verknüpfen, und genau nachzuvollziehen, wer sich wann auf welcher Webseite aufgehalten hat. Dies betrifft alle Webseiten, die Google Analytics einsetzen.

Darüber hinaus wäre es auch denkbar, dass exakte Informationen darüber gespeichert werden, welche Produkte wie oft, wann und zu welchem Preis in einem Onlineshop verkauft werden. Selbst die Erfassung des monatlichen Gesamtumsatzes wäre möglich.[4]

Literatur

  • Timo Aden: Google Analytics – Implementieren. Interpretieren. Profitieren. 2009, Hanser Fachbuch, ISBN 978-3-446419-05-6
  • Brian Clifton: Advanced Web Metrics with Google Analytics. 2008, Wiley Pub., ISBN 978-0-470-25312-0

(Quelle: http://de.wikipedia.org/… 5. Juni 2010 10:15 Uhr)

Dieser Beitrag wurde am Freitag, 14. Januar 2011 um 04:38 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein, Datenschutz/Sicherheit, Pforzheim/Enzkreis abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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1 Kommentar »

  1. Schnelle Reaktion! Die Junge Union verwendet Google Analytics jetzt nicht mehr, eine schriftliche Reaktion gibt es jedoch nicht.

    Comment: Moritz – 15. Januar 2011 @ 17:31

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