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Ein Schuh für Schäuble

Bin ich jetzt links oder doch piratig?

LINKE-POLITIKER TRETEN PIRATEN BEI

Werler Stadtratsfraktion gekapert

Dank der Linkspartei stellen die Piraten in Nordrhein-Westfalen nun ihre erste Stadtratsfraktion. In Werl ist der Ortsverband der Linken samt Fraktion übergetreten.

http://taz.de/Linke-Politiker-treten-Piraten-bei/!86454/

Dieser Artikel von Pascal Beucker hat mich dazu motiviert mir ein paar Gedanken zu machen:

Mal wähle ich die Linke, mal wähle ich die Piratenpartei, das hängt von meiner derzeitigen Stimmung ab, das mache ich an Themen fest und ab und zu auch an Personen. Wenn es nicht gerade Hamburg ist, da kann man 5 Stimmen abgeben und diese auf verschiedene Parteien verteilen, löblich! Aber das sind eben beides nur Parteien, nicht mehr und nicht weniger.

Wichtig ist doch, dass ich mich im Alltag so verhalte, wie ich es richtig finde:
Also auch mal von ner AntiFa Demo twittern oder in einem Plenum ein Etherpad verwenden, um die gemeinsame Arbeit zu erleichtern. Oder eben auch Mitgliedern der Piratenpartei sagen, dass Feminismus ein wichtiges Thema ist und der Extremismusbegriff Schrott.

Ist das nicht wirklich total egal, ob ich ein*e linke*r Pirat*in oder ein*e piratige*r Linke*r bin?

Wie will man den Kommunismus, eine Weltgemeinschaft, erkämpfen und Menschen nicht mitnehmen nur weil sie gerade Mitglied der Piratenpartei sind. Wie will man freie Lizenzen und Open Access über eine gewisse Netzgemeinschaft hinaus zum Normalfall machen, ohne auch weniger netzaffine Menschen mitzunehmen?

Und beides geht dann irgendwie auch nicht, wenn man sich in Lagerkämpfe begibt, sich auf Mandat oder Posten stützt und sich dadurch nur auf den Staat fixiert. Ich will ein neues anderes Miteinander, für alle. Dazu gehört dann aber auch, dass Piratenpartei und die Linke zusammenarbeiten und verstehen, dass sie sich gar nicht so fern sind. In erster Linie treffen dann nämlich Menschen aufeinander und nicht Parteien. Voneinander Lernen heißt die Devise. Die Gesellschaft kann man auch von unten umgestalten 😉

Dieser Beitrag wurde am Freitag, 27. Januar 2012 um 14:09 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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2 Comments »

  1. hey moritz

    wie nah sich die piratenpartei und die linke sind, ist auf jeden fall ne interessante frage. ich persönlich hab zumindest in pforzheim von lagerkämpfen zwischen den beiden parteien nichts mitbekommen und fände es cool, gemeinsam was auf die beine zu stellen.

    natürlich wird es bei einer gemeinsamen arbeit zwischen linken und piraten einige punkte geben, wo verschiedene meinungen aufeinander prallen, aber das ist nicht nur zwischen linken und piraten so, sondern vor allem auch zwischen linken une anderen linken 😉
    und es ist zumindest in meinen augen auch gut so. ich „streite“ (im sinne von angeregt diskutieren) gerne und habe die erfahrung gemacht, dass dadurch oft der horizont erweitert wird. hin und wieder kann dadurch sogar etwas „neues“ entstehen

    in der tat sind aber leider viele menschen nicht in der lage, nach einem streitgespräch ein bier zu trinken und wieder normal miteinander umzugehen, wodurch es dann in der tat zu sinnlosen grabenkämpfen kommt – das ist schade, ist aber nicht die schuld des streites. deswegen mein appell: streitet euch, lasst es krachen, aber vertragt euch dann auch wieder 🙂

    Comment: ulf – 05. Februar 2012 @ 17:22

  2. Im Oldenburger Stadtrat haben Piraten und Linke eine gemeinsame Gruppe gebildet. http://www.die-linke-oldenburg.de/index.php?option=com_content&view=article&id=799:gruppenbildung-im-rat-der-stadt-oldenburg-die-linke-und-piratenpartei-oldenburg-interview-mit-christine-arndt-fraktionsvorsitzende-der-ratsfraktion-die-linkeoldenburg&catid=39:allgemein

    Comment: Jan – 27. Mai 2012 @ 14:02

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